Allgemein hatten wir super sonniges Wetter zwischen 23 und 27°C über die 5 Reisetage, kehrten jeden Abend in einem anderen Restaurant gemeinsam ein und hatten eine friedlich sportlich lustige Zeit in der Gesamtgruppe.

Wir starteten mit einer gemeinsamen kurzen Wanderung nach unserem Checkin im Familienhotel Kleinwalsertal in Riezlern am Mittwoch:
Tour von Riezlern über den Wasserfall im Schwarzwassertal zur Talstation der Kanzelwandbahn
4,55 km
Aufstieg 120 hm, Abstieg 130 hm
Die Begrüßungswanderung gab uns einen Vorgeschmack auf die alpine Umgebung und war für uns eher ein Spaziergang. Da wir noch nicht ganz ausgelastet waren und die Gipfel gerne auch noch von oben sehen wollten, beendeten wir die Tour an der Talstation der Kanzelwandbahn. Wir nutzten die Zeit vor Betriebsschluss, um mit der Gondel auf 1957 m Höhe zu fahren und die bergige Skyline zu betrachten.
Donnerstag 09.07.
Berggenießer*innen (steigen übrigens auch auf Gipfel):
Tour von Hirschegg über die Kuhgehrenalpe zur Kanzelwand und zurück nach Riezlern
Länge: 14,1 km
Aufstieg: 940 hm, Abstieg: 970 hm
Der Aufstieg zur Kuhgehrenalpe ging von Hirschegg über Wiesen mit unzähligen Blumen und durch Wälder mit Ausblicken ins Kleinwalsertal und die umliegenden Berge. Bei der Alpe machte unsere vierköpfige Gruppe Rast und stärkte sich für den weiteren Weg, der oberhalb der Baumgrenze verlief. Zwischen der Kuhgehrenspitze und der Kanzelwandbahn machten wir eine zweite Pause mit Blick auf die Kanzelwand und eine Felswand hinter uns. Schatten fanden wir leider keinen, dafür ein kleines Schneefeld zur (zumindest optischen) Erfrischung. Die nächste Etappe führte uns über die Bergstation der Kanzelwandbahn (die wir ja schon kannten) auf den Gipfel der Kanzelwand (2058 m). Anschließend machten wir uns an den Abstieg zu Fuß über einen einsamen Pfad, der zunächst sehr schön am Hang entlang verlief, dann aber doch recht steil durch den Wald zurück nach Riezlern führte, wo die andere Gruppe schon hungrig auf uns wartete.
Gipfelstürmer*innen (genießen die Berge übrigens auch!):
Länge: 15,1 km
Aufstieg: 1330 hm, Abstieg: 829 hm
Mit steilem Anstieg startete die 5-köpfige Gruppe durch den Gattertobel, der sich schattig, grün mit bunter Pflanzenwelt und Felsen oberhalb des Gatterbachs zog. Der Weg wurde immer undeutlicher und konnte nur mit GPS eingehalten werden. Mit Blick auf eine Felswand, die undurchdringbar schien kamen wir näher und wurden seilversichert heil zu den unteren Gottesackerwänden geführt. Weitere Details der Tour:
Schneefeld am Silbersee (kleines Hochmoor)
obere Gottesackerwände
Gottesackerscharte
Überquerung des Gottesackerplateau mit viel anspruchsvollem auf und ab über die „löchrige und spaltige“ Karstlandschaft, ständig unser letztes Gipfelzielobjekt, den Hohen Ifen im Blick. Aufgrund der Zeit und Anstrengungen des Tages ließen wir den Gipfel aus, stiegen zur Bergbahn „Ifen 1“ ab, ins Tal hinunter und fuhren mit dem Bus retour nach Riezlern.
Freitag 10.07.
Berggenießer*innen:
Tour durch das Derratal um das Derraköpfle herum
Länge: 8,13 km
Aufstieg: 570 hm, Abstieg: 570 hm
Wir fuhren mit dem Bus nach Baad, wo die Tour am Derrenbach beginnt und wanderten dann, wie der Name der Tour schon sagt, um das Derraköpfle herum. Auch an diesem Tag bewunderten wir viele Blumen, kleine Bäche und konnten sogar Gämsen beobachten. Ansonsten war der Weg nicht sehr begangen, sodass wir die Natur pur genießen konnten. Wir fanden ein wunderbar schattiges Plätzchen an einem Gebirgsbach für unsere Mittagspause und gingen dann zum Pass weiter. Einen Weg zum Gipfel fanden wir leider nicht, also ließen wir die dort ansässigen Gämsen in Ruhe und stiegen zur Mittleren Spitalalpe ab, wo wir uns für den restlichen Abstieg stärkten. An diesem Tag war es sehr sonnig und wir waren froh, als wir die Baumgrenze wieder erreichten und teilweise im Schatten laufen konnten. Zum Abschluss gab es noch ein Fußbad im Derrenbach, bevor wir uns wieder in den Bus setzten, um nach Riezlern zurückzufahren.
Gipfelstürmer*innen:
Länge: 11,5 km
Aufstieg: 1314 hm, Abstieg: 554 hm
Mit dem Bus zum Tobel Mittelberg ging es beeindruckend steil zum Breitachsteg, dort begann unser Aufstieg. Schön schattig wanderten wir durch den Wald bis zur inneren-Kuhgehren-Alpe auf der wir uns aufgrund der Empfehlung der Berggenießer*innen zu einer Einkehr hinreißen ließen. Mit Blick ins Tal über einen sonnigen Pfad waren wir mitten im Massentourismus angekommen (Hauptroute Kanzelwandbahn -> Alpe), gingen aber dennoch zu dem kleinen Nebengipfel „Kuhgehrenspitze“. Der Ausblick über das Kleinwalsertal ist wunderschön! Nun kam der steinig felsige Aufstieg mit Klettercharakter auf die Walser Hammerspitze mit ihren 2170 m Höhe und Ausblicken ringsum. Wiederum ein Stück Abstieg zurück, dann gingen wir den extrem anspruchsvollen Gratweg zum Kanzelwandgipfel an. Mit tollen Ausblicken und vielen Kletterpassagen kamen wir heil auf der Kanzelwand an und waren zufrieden mit der Tour, gönnten uns einen Drink bei der Gipfelstation der Kanzelwandbahn und fuhren ins Tal.
Samstag 11.07.
Berggenießer*innen:
Tour von der Sölleralpe über das Fellhorn zur Kanzelwand-Bergstation
Länge: 8,32 km
Aufstieg: 800 hm, Abstieg: 240 hm
Nach den relativ anstrengenden Abstiegen an den ersten zwei Tagen lag die Priorität an diesem Tag darauf, mit der Bergbahn zu fahren! Wir fuhren mit dem Bus zur Söllereckbahn und stiegen dort in die Gondel zur Sölleralpe um. Von dort wanderten wir in Richtung Söllerkopf. Nach einem recht ebenen Stück und einem steilen Anstieg wanderten wir bis zur Fellhornbahn auf einem Grat, von dem aus wir in alle Richtungen (Oberstdorf, Nebelhorn, Stillachtal, Kleinwalsertal und unzählige Berge und Gipfel) die Ausblicke genossen. Wir bestiegen den Nebengipfel des Söllerkopfs und das Fellhorn (2037 m). Da es in dieser Gegend mehrere Bergbahnen für weniger Wanderfreudige gibt, war der Weg vor allem gegen Ende etwas überlaufen. Aber wir ignorierten das, sofern möglich. An der Bergstation der Fellhornbahn machten wir eine Pause. Die letzte Etappe ging dann von dort zur Bergstation der Kanzelwandbahn, mit der wir genießerisch nach Riezlern fuhren. An diesem Tag waren wir dran mit Warten auf die andere Gruppe, aber am Ende bekamen wir alle noch etwas Warmes zu Essen und hatten einen schönen gemeinsamen Abschluss.
Gipfelstürmer*innen:
Länge: 18,4 km
Aufstieg: 1200 hm, Abstieg 1547 hm
Am letzten Wandertag wollten wir es wissen, fuhren mit der „Ifen 1-Bergbahn“ hinauf und wanderten über Geröll und seilversichert auf den hohen Ifen zum Gipfelkreuz. Die Route führte uns weiter den steilen Abstieg hinab, teilweise mit hohem Wanderer- und Trailrunneraufkommen, Geröll und seilversicherten Passagen über eine wunderschöne grüne „Oasenlandschaft“ zur Ifertsgrundalpe in der wir zwischen Hühnern, Ziegen und Kühen einkehrten. Grün ging es weiter über die Schwarzwasserhütte (aktuell in Renovierung) hinauf zur Ochsenhofer Scharte. Nun kam das letzte anstrengende Stück, der Gratweg mit Kletterpassagen über die Ochsenhofer Köpfe zum Walmendinger Horn. Uns war bekannt, dass der Abstieg zu Fuß getätigt werden musste, da die Walmendinger Horn-Bergbahn ebenfalls in Renovierung und gesperrt ist. Nach 10 Stunden auf den Beinen kamen wir in Baad an. Mit dem Bus ging es zurück nach Riezlern zu unserem letzten gemeinsamen Abend mit den anderen der Gruppe.
Sonntag, 12.07.
Nach einer nicht ganz so kurzen Nacht trafen wir uns anstatt um 7:30 erst um 8:30 zum letzten gemeinsamen Frühstück. Danach fuhren die meisten mit dem Bus nach Oberstdorf und mit der Bahn nach Hause. Die übrigen verlängerten den Urlaub noch ein wenig. Insbesondere die Tourleiter:innen waren sehr froh, dass das Wetter stabil war und dass alle Teilnehmer:innen ihren Spaß hatten.
Impressionen der Gipfelstürmer*innern:













