Drei Fächer-Smasher in Leipzig (Sébi)

Am 14. November machten sich Patrick, Stephan und Sébi auf den Weg nach Leipzig, um dort die beiden Karlsruher Teams bei der jährlichen Versammlung der queeren Badminton-Liga zu vertreten.
In Karlsruhe startete der Zug pünktlich um 9:05 Uhr – und nach einer Fahrt quer durchs Schwabenland und Franken erreichten sie tatsächlich gegen 16 Uhr den Leipziger Hauptbahnhof. Als Bauingenieur konnte Sébi natürlich nicht einfach weiterlaufen, ohne vorher die beeindruckende Bahnhofshalle gebührend zu bestaunen.

Das Hotel lag zum Glück nur wenige Schritte entfernt, und so blieb genug Zeit, die Ruhe der Einzelzimmer zu genießen, bevor das Abendprogramm startete. Schon einige Delegierte aus Hagen, Köln, Hamburg und Bochum waren angereist, und man traf sich in der Bar „Apart“ in der Innenstadt. Nach ein paar Drinks meldete sich der Hunger, und ein kleiner Teil der Gruppe stärkte sich im benachbarten „Leos“ mit Burgern – natürlich nicht, ohne später für einen letzten Drink ins „Apart“ zurückzukehren.

Dort erfuhren sie leider, dass das geplante Turnier vor der Versammlung ausfallen musste – die Halle hatte schlichtweg keine Badminton-Netze. Die Gruppe nahm es sportlich und nutzte die Gelegenheit, den Abend gemütlich zu verlängern und die neuen Teams besser kennenzulernen (Spoiler: letzte Drinks sind selten die letzten). Erst um 2 Uhr, als die Kneipe schließen wollte, machten sich alle auf den Weg zurück ins Hotel und fielen in eine wohlverdiente erste Leipziger Nacht.

Der nächste Morgen begann mit einem kräftigen Frühstück, bevor die Reise weiter nach Plagwitz ging, wo die Delegiertenversammlung stattfand. Neben klassischen Themen wie Berichten, Anträgen und Budgetplanungen ging es auch um die Saison 2026: Insgesamt 36 Teams aus Deutschland, Nijmegen, Straßburg und Wien würden antreten.

Nach einer Pause teilte man sich in Gruppen auf, um die Spieltage festzulegen. Die beiden Uferlos-Teams aus Karlsruhe hatten nun feste Termine:
Gruppe III Süd spielt am 18.04.2026 in Bochum und am 29.08.2026 in Mannheim.
Gruppe IV West tritt am 07.03.2026 in Herne und am 06.06.2026 in Hamburg an.

Gondwanaland im Leipziger Zoo

Da Dominik sein Amt niedergelegt hatte, musste auch der Vorstandsposten „Finanzen“ neu besetzt werden. Bastian aus Köln übernahm diese Aufgabe.
Zudem stellte Sébi einen Antrag, künftig vermehrt Teams aus den Grenzregionen zu werben, um die Anfahrtswege zu verkürzen. Für diese neue Aufgabe wurde ein zusätzlicher Vorstandsposten geschaffen – und Sébi wurde spontan zum Verantwortlichen für ausländische Teams gewählt.

Am Nachmittag folgten Workshops zu verschiedenen Themen, und der Abend endete – ganz unaufgeregt, aber sehr zufrieden – mit Riesenschnitzeln und einem frühen Gang ins Bett.

Der Sonntag stand im Zeichen des Kennenlernens der Stadt. Vor dem Leipziger Zoo traf sich die Gruppe zu einer Führung durch das fantastische Gondwanaland. In zwei Stunden reisten sie durch Asien, Afrika und Südamerika, lernten allerhand Wissenswertes – und erfuhren, dass die Leipziger Faultiere inzwischen so gut schwimmen können, dass sie ihre Insel verlassen und bis zum Dach der Halle klettern.

Patrick blieb danach noch im Zoo, während Stephan und Sébi an der Stadtführung teilnehmen wollten. Der Treffpunkt: der Hauptbahnhof – ausgerechnet gleichzeitig mit 10.000 Fußball-Ultras. Zum Glück löste sich das Gedränge schnell auf, und die Führung ging weiter: Nikolaikirche, Speck’s Hof, das Alte Rathaus, Bach’s Grab in der Thomaskirche, das Neue Rathaus und schließlich der Augustusplatz.

Gegen 15:30 Uhr trafen sie sich wieder mit Patrick am Hotel, holten ihre Koffer ab und machten sich auf den Rückweg nach Karlsruhe. Die fränkische und schwäbische Landschaft hätte bestimmt wieder schön ausgesehen – doch im November schluckt die Dunkelheit schnell alles Licht. Also entschieden sie sich für eine letzte Runde Kartenspiel. Die Fahrt war entweder zu kurz oder das Spiel zu spannend – denn niemand schaffte es, die 100 Punkte bei „Cabo“ noch vor Karlsruhe zu erreichen.

Nach diesem vollen, fröhlichen Wochenende fielen alle drei daheim müde, aber glücklich ins Bett – und schliefen wunderbar, vielleicht sogar mit einem kleinen Hauch Leipzig im Traum.