Bericht: Queere Selbstbehauptung und Selbstverteidigung

Selbstverteidigung beginnt im Kopf. Das lernten wir im Selbstverteidungsworkshop am Samstag. Aber es ist dennoch nicht nur reine Kopfsache.

Wir trafen uns am Samstag morgen zum ganztätigen Workshop mit Astrid (Gut in Kontakt).

In den acht Stunden gab es viel zu tun. Wir bekamen viele Fakten und Zahlen vermittelt und diskutierten über Formen der Gewalt, wo Gewalt beginnt, wie sie entsteht und wie man ihr begegnen kann. Auch was es mit der Selbstbehauptung auf sich hat, erfuhren wir und welchen Effekt es haben kann, wenn wir uns sicher und selbstbewusst gegen Gewalt und Diskriminierung einsetzen.

Aber natürlich haben wir das auch ganz konkret geübt. In der Turnhalle der Kimmelmanschule hatten wir Platz (und Schallschutz), die körperlichen Techniken zu lernen und zu üben.

Dabei ging es auch um Kampftechniken, aber vor allem viel um körperliche Haltung und eine Ausstrahlung, die den Kampf verhindern kann. So lernten wir unseren Kampfschrei kennen, stoppten einander mit Worten und Blicken und übten in Rollenspielen, unangenehme Situationen zu unterbrechen und zu beenden. Und natürlich durften wir uns am Ende auch an den Kampftechniken richtig austoben.

Ein rundum gelungener Workshop mit vielen Impulsen, Ideen und voller Zuversicht. Gewalt ist leider ein Teil unserer Gesellschaft und kann vielleicht niemals vollständig behoben werden. Aber wenn wir wissen, wie wir uns zur Wehr setzen können, körperlich, im Kopf und in unserem sozialen Umfeld, können wir uns und den Menschen um uns herum schon ein Stückchen mehr Sicherheit bieten.